»Für die meisten von uns ist Design unsichtbar. Bis es versagt.«
Bruce Mau


Eine barrierefreie Umgebung, Produkte, die sicher und einfach zu bedienen sind, Technologien und Funktionen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren und einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten – all dies sind Ziele des Universal Designs. Vor allem aufgrund des demografischen Wandels erfährt das Thema Universal Design im internationalen Forschungs-, Design- und Wirtschaftskontext eine wachsende Bedeutung. Universal Design meint weder Standardisierung noch kulturelle Uniformität. Dem Konzept liegt vielmehr ein sozialer Gestaltungsansatz zugrunde. Ziel ist es, die Bedürfnisse möglichst vieler Menschen in den Gestaltungsprozess einzubeziehen, um Strukturen zu schaffen, von denen alle profitieren können. Produkte sollten für möglichst viele Menschen zugänglich und nutzbar sein.

Demografischer Wandel

Der demografische Wandel stellt neue Herausforderungen an die Gestaltung unserer Umwelt. Das betrifft sowohl die Architektur von Gebäuden, Kommunikations- und Informationssystemen als auch das Design von Produkten und Services. Die Bedürfnisse älterer Konsumenten zu kennen und sie bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen, verspricht heute Markterfolge und einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die über 60-Jährigen sind eine sowohl zahlenmäßig als auch finanziell wichtige Zielgruppe. Hinzu kommt, dass Produkte, die im Hinblick auf die Bedürfnisse der älteren Generation entwickelt wurden, aufgrund der höheren Benutzerfreundlichkeit und der verbesserten Handhabung generationsübergreifend attraktiv sind und von allen Altersgruppen geschätzt werden. Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass die Produkte nicht den Eindruck erwecken, sie seien nur „für Alte“ gemacht, d.h. sie dürfen nicht diskriminierend wirken.

Generationenübergreifend Gestalten

Die Anforderungen an eine Gestaltung, die den Kriterien des Universal Designs folgt, beschränken sich nicht auf den Entwurf ästhetisch ansprechender altersspezifischer Produkte (Einkaufsroller, Gehhilfen, Großtastentelefone, Haltegriffe, Badewannensitze etc.) oder auf die Planung barrierefreier Wohnungen für das Alter. Vielmehr geht es darum, die Komplexität von Dingen des täglichen Gebrauchs zu reduzieren und klar strukturierte sowie intuitiv bedienbare Benutzeroberflächen zu gestalten – Verpackungen, die jeder öffnen kann, Bedienungsanleitungen, die jeder versteht, Wohnungen, die in allen Lebensaltern bewohnbar sind usw. oder kurzum: Es geht darum, menschengerecht zu gestalten.




Projekte zu diesem Thema


Qualitätszeichen Universal Design

Design für Alle

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Innovations for Active Ageing

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