Gemeinsam mit sechs Partnern aus dem Ostseeraum beteiligt sich das IDZ an dem EU-Projekt »EcoDesign Circle«. Das Projekt zielt darauf ab, insbesondere die Kompetenzen von Designzentren, KMUs und Lehrenden im Bereich Ecodesign zu stärken. Ecodesign wird hierbei als Mittel zur Förderung der Kreislaufwirtschaft verstanden. Im Laufe von drei Jahren werden in Deutschland, Estland, Finnland, Litauen, Polen und Schweden Ausstellungen und Workshops realisiert, Beratungs- und Bildungsformate angeboten sowie Kompetenznetzwerke aufgebaut. Das Umweltbundesamt ist Lead Partner des Projektes.


Ecodesign Roadshow


Die Umweltwirkungen eines Produktes werden zu einem erheblichen Anteil bereits während der Entwurfsphase bestimmt. Doch wie lassen sich Produkte und Dienstleistungen möglichst nachhaltig gestalten? Die »Ecodesign Roadshow« zielt darauf ab, Ecodesign als Gestaltungsansatz bekannter zu machen und den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen KMU, Designer/-innen, Studierenden und sonstigen Interessierten zu fördern. Wesentlicher Bestandteil der »Ecodesign Roadshow« ist die Wanderausstellung »Reconsider Design«. Begleitend finden Workshops und Veranstaltungen statt, die sich inhaltlich mit den Themen Ecodesign und Kreislaufwirtschaft auseinandersetzen.


Reconsider Design


Die Ausstellung »Reconsider Design« zeigt 30 gelungene Beispiele für ökologisches Design aus dem Ostseeraum. Ob Bildung, soziale Teilhabe oder Mobilität – aus all diesen Bereichen werden zukunftsweisende Produkte und Ideen präsentiert. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der ausgestellten Projekte:


Learning & Playing

Retoy

Lek för Hållbarhet
retoy.se


In Schweden besitzt ein fünfjähriges Kind im Schnitt über 500 Spielsachen. Innerhalb von einem Jahr verbraucht die Industrienation Schweden die Ressourcen von fast vier Erden. Retoy möchte Kindern ein nachhaltiges Konsumverhalten beibringen und ihre Eltern sowie weitere Bezugspersonen über Kinderrechte aufklären. Das Projekt ermöglicht Kindern, Spielzeug untereinander zu tauschen, es an Bedürftige zu spenden oder im Retoy Lab wiederzuverwerten. Gesundheitlich bedenkliche Spielsachen werden dabei aussortiert. Seit 2011 wurden bereits 70.000 Spielsachen eingetauscht und somit 120 Tonnen CO2 gegenüber dem Neukauf eingespart.




TORP

MFRMGR / Marta Frejda, Michał Gratkowski
mfrmgr.pl


TORP ist ein Entwurf für die Wiederbelebung einer Wachstation an der Putziger Wiek, dem westlichen Abschnitt der Danziger Bucht. Als Torpedostation im zweiten Weltkrieg errichtet, steht der Wachpunkt seither verlassen im Meer. Das Projekt möchte die historische Station behutsam restaurieren und im Inneren des Gebäudes Büro- und Wohnräume errichten. Im Außenbereich kann Gemüse angebaut, Proviant gelagert und Regenwasser gesammelt werden. Die Anlage wird mit erneuerbaren Energien betrieben. Abwässer werden gesondert gesammelt und entsorgt.




FLOW – ReUse für Schulinventar

Regine Aicher, Nina Nicolaisen
schule-im-flow.de


Schulen und Behörden entsorgen jährlich große Mengen abgeschriebenen Inventars wie Möbel, Sportgeräte oder Lehrmittel. Oft sind die Dinge noch voll funktionsfähig und nutzbar, den Einrichtungen fehlt es jedoch an Lagermöglichkeiten und Vernetzung. Die Vermittlungs- und Auktionsplattform FLOW dient als Schnittstelle: Sie vermittelt das gebrauchte Inventar an soziale Einrichtungen weiter oder stellt es zur Versteigerung zur Verfügung.




UNO Parks

Adventure Architects
unoparks.eu


Die Abenteuer- und Kinderspielplätze UNO Parks bestehen aus natürlichen und wiederverwertbaren Materialien. Für die Konstruktion werden nur gemietetes Werkzeug und zertifiziertes Holz verwendet. Bei der Errichtung von UNO Parks kümmert sich das Projekt im Vorfeld darum, dass die Baustellen von industriellen und organischen Abfällen befreit werden. UNO Parks lassen sich leicht reparieren und werden an die Marke und die Wünsche der Kundinnen und Kunden angepasst sowie in die Naturlandschaft integriert. Das Unternehmen hat bereits Projekte in China, Europa und den Vereinigten Staaten umgesetzt. Adventure Architects bieten ihren Kund*innen, Studierenden, Geflüchteten sowie Arbeitslosen Bildungsprogramme in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Ecodesign an.




CO2-Kompass

Scholz & Volkmer GmbH, for DB Mobility Networks Logistics AG
s-v.de


Mit dem Online-Spiel CO2-Kompass sensibilisiert die Deutsche Bahn als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands Mitarbeiter*innen und Firmenangehörige für einen effizienten Umgang mit Ressourcen. Im spielerischen Wettbewerb mit anderen motiviert der CO2-Kompass dazu, CO2 in Heim und Büro einzusparen. Durch das Befolgen der praktischen Alltagstipps, beispielsweise zum Nutzen von Recyclingpapier oder zum energiesparenden Heizen, lässt sich der CO2-Ausstoß reduzieren und mit dem anderer vergleichen.




KOMPLOTT

Janina Prenzing, Iven Sohmann
ivensohmann.de


Die Aufkleber-Reihe KOMPLOTT appelliert an das ökologische Bewusstsein jedes Einzelnen. Auf eine unkonventionelle und erheiternde Weise wirken die Motive den alltäglichen »Umweltsünden« entgegen und helfen so, den Energie- und Rohstoffverbrauch zu reduzieren. Obwohl zunächst für die Fachhochschule Potsdam entworfen, wäre eine Nutzung in anderen Einrichtungen wie Ämtern, Arztpraxen und Schulen denkbar.




Carbon Sink Design Studio

Hiilinielu Design Studio Design Forum Finland
Lahti University of Applied Sciences, Tampere University of Applied Sciences
hiilinieludesign.fi


Holz entzieht der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2). Das Forschungsprojekt Carbon Sink Design Studio fördert interdisziplinäre Arbeiten, die sich mit diesem Phänomen beschäftigen: Studierende aus den Bereichen Design und Ingenieurswissenschaften entwickeln gemeinsam mit Unternehmen innovative Prototypen, die fossile Brennstoffe durch nachhaltige Alternativen ersetzen. Im Rahmen des Projektes sollen neben ökologischen Produkten und nachhaltigen Geschäftsmodellen auch neue Formen der Zusammenarbeit entstehen. Das Projekt wird finanziert vom Europäischen Sozialfonds (ESF).


Consuming & Eating

Biotrem

BIOTREM SP. Z O.O.
biotrem.eu


Das Einweggeschirr Biotrem ist in nur dreißig Tagen vollständig biologisch kompostierbar. Weizenkleie fällt beim Mahlen von Getreide an. Für die Produktion wird nur reine, essbare Weizenkleie sowie eine sehr kleine Menge Wasser verwendet. Auf chemische Zusätze wird verzichtet, das Geschirr ist dadurch gesundheitlich unbedenklich. Aus rund einer Tonne Weizenkleie können bis zu 10.000 Einwegteller hergestellt werden. Das Geschirr eignet sich sowohl für kalte als auch warme Speisen und kann im Backofen oder auch in der Mikrowelle benutzt werden.




Culinary Misfits

Lea Brumsack, Tanja Krakowski
culinarymisfits.de


Knollige Kartoffeln, Möhren mit drei Beinen oder überdimensionale Zucchini – Gemüse und Obst, das nicht dem Standard entspricht wird für den Verkauf oftmals im großen Stil aussortiert und entsorgt. Gegen diese Lebensmittelverschwendung setzt sich das Projekt Culinary Misfits ein. In Workshops bringen die Macherinnen des Projektes Unternehmen und privaten Gruppen, aber auch Kindern und Jugendlichen eine Esskultur nahe, in der Lebensmittel wieder wertgeschätzt werden. Culinary Misfits bietet auch einen Catering-Service an. Gemüse und Obst werden ausschließlich von lokalen Bio-Bauernhöfen bezogen.




Kaffeeform

Kafform UG, Julian Lechner
kaffeeform.com


Das Geschirr Kaffeeform besteht aus Kaffeeabfall, der mit Holzspänen und Biopolymeren versetzt wird. In Zusammenarbeit mit einer Berliner Behindertenwerkstatt wird der Kaffeesatz aus der lokalen Gastronomie gesammelt und getrocknet, verpackt und versendet. Im Anschluss wird er in einer Produktionsstätte in Baden-Württemberg verarbeitet. So entsteht aus dem Abfall ein neues Produkt. Das nach Kaffee riechende Geschirr ist leicht, lange haltbar und einfach zu reinigen. Kaffeeform kann online oder in ausgewählten Cafés und Geschäften bezogen werden.




RePack

RePack
originalrepack.com


RePack bietet einen Kreislaufservice für den Onlinehandel an, bei dem Versandverpackungen unkompliziert zurückgegeben und wiederverwendet werden können. Benutzer*innen müssen hierzu die RePack-Verpackung auf Briefgröße zusammenfalten und sie weltweit entgeltfrei in einen beliebigen Briefkasten einwerfen. Im Anschluss erhalten Kund*innen einen Gutschein, den sie bei allen teilnehmenden Onlineshops einlösen können. Die Versandtaschen können bis zu zwanzigmal wiederverwendet werden. Der Kreislaufservice reduziert den Verpackungsmüll um über 90% und CO2-Emissionen um 80%. Das Projekt verbessert das Nutzungserlebnis im Onlinehandel, steigert den Umsatz und vermeidet unnötigen Abfall.




Soulbottles

Soulproducts GmbH
soulbottles.de


soulbottles sind wiederbefüllbare Trinkflaschen aus Glas mit einem Verschluss aus Edelstahl, Keramik und Naturkautschuk. Durch den Verzicht auf Plastik bleiben die Getränke frei von Schadstoffen und Weichmachern. Die Produktion erfolgt fair und klimaneutral in Deutschland. Die abwechslungsreichen Motive werden von Designer*innen aus der ganzen Welt gestaltet. Das Projekt unterstützt zudem Trinkwasserinitiativen: Pro verkaufter Flasche geht ein Euro an die Hamburger Organisation Viva con Agua St. Pauli.




Original Unverpackt

Original Unverpackt GmbH
original-unverpackt.de


Fast eine halbe Tonne Haushaltsmüll fällt allein in Deutschland jährlich pro Kopf an – nicht zuletzt durch in Plastik abgepackte Lebensmittel. Eine Alternative hierzu bietet der Supermarkt Original Unverpackt: Auf Einwegverpackungen wird vollständig verzichtet, die Waren können stattdessen an Abpackstationen abgefüllt werden – ob Bohnen, Flüssigkeiten oder Getreide. Neben dem konkreten Vermeiden von Müll wird über Themen wie Recycling oder Zero Waste aufgeklärt. Bisher gibt es einen Supermarkt in Berlin sowie einen Onlineshop.




GIRIA

Evelina Kudabaitė
evelinakudabaite.com


GIRIA wird aus Blättern und der Rinde von Eichen, Eschen sowie Kiefern hergestellt. Die verwendeten Materialien geben dem Geschirr eine einzigartige, in Farbe und Rauheit variierende Textur. Das Geschirr wird in Handarbeit ausgeformt, geölt und über einen Zeitraum von mehreren Wochen getrocknet. Jedes Objekt ist ein Einzelstück und verändert sich mit der Zeit, je nach Benutzung. Als Materialstudie wertet das Projekt natürliche Abfälle zu kostbaren Unikaten auf.


Enabling & Moving

SollinEr

Green Dream Boats
greendreamboats.com


SollinEr wird von einer Solaranlage angetrieben, die auf dem einziehbaren Dach des Bootes angebracht ist. Das Boot kann auf bis zu 12 km/h beschleunigen. Es ist geräuscharm, funktioniert auch bei bewölktem Wetter und kann einmal aufgeladen sogar nachts bis zu 18 Stunden betrieben werden. Dank des aerodynamischen Schiffsrumpfs ist der Wasserwiderstand besonders gering. Zudem reduzieren leichte Materialien das Gewicht der Yacht. Das Fahrerlebnis wird so verbessert und der Ressourcenverbrauch gesenkt.




Inspiro

Siemens AG
Design: Designworks, a BMW Group Company
siemens.com


Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit von der Herstellung über den alltäglichen Betrieb bis hin zur nahezu vollständigen Rezyklierbarkeit waren Schwerpunkte bei der Entwicklung der Metro-Plattform. Durch Leichtbauweise und ein gewichtsoptimiertes Fahrwerk konnte das Gewicht eines sechsteiligen Zuges um ca. 18 Tonnen reduziert werden. Die angenehme Innengestaltung trägt dazu bei, dass Passagiere ihre Reisezeit als angenehm empfinden und häufiger die Bahn nehmen.




StreetScooter

StreetScooter GmbH
streetscooter.eu


Eigens für die Deutsche Post hat die Firma StreetScooter ein maßgeschneidertes Elektromobilitätskonzept entwickelt. Gemäß den Anforderungen der Zustellung von Briefen und Paketen wurde ein umweltfreundliches E-Nutzfahrzeug entwickelt, das die Zusteller*innen körperlich entlastet. Produktions- und Kostenaufwand sind durch die Leichtbauweise gering. Zudem ermöglicht das modulare Baukastensystem die Produktion weiterer Fahrzeugvarianten.




CoremanNet

Circular Economy Solutions GmbH
coremannet.com


Durch ein international etabliertes Logistiknetzwerk und eine innovative IT-Lösung, ermöglicht CoremanNet eine systematische und effektive Kreislaufwirtschaft. Ein Beispiel hierfür ist die Aufarbeitung von gebrauchten Automobilteilen. Gebrauchtteile werden gesammelt, identifiziert, bewertet und sortiert, bevor sie dem jeweiligen Aufarbeitungswerk zur Verfügung gestellt werden. Während des Aufarbeitungsprozesses werden die Komponenten demontiert, gereinigt und ersetzt. Die qualitativ gleichwertigen Austauschteile sind preiswerter als Neuteile und schonen zudem die Umwelt, da CO2, Energie und Rohmaterialien eingespart werden.




Recycling and Upcycling of Used Vehicles

Tevo namai
tevonamai.lt


Die gemeinnützige Organisation Tevo namai setzt sich für die Resozialisierung ehemaliger Sträflinge ein. Ausbildungsprogramme fördern ihre Fähigkeiten und ermöglichen so neue Geschäftsmöglichkeiten. Eins dieser Ausbildungsprogramme richtet sich an die Wiederverwendung und Aufarbeitung gebrauchter Fahrzeuge: Die ehemaligen Sträflinge werden in Kfz-Werkstätten angestellt, wo sie Fahrzeuge demontieren, die beschädigten Automobilteile reparieren und sie anschließend für die erneute Verwendung oder den Verkauf aufarbeiten. Das Projekt bringt so Wertstoffe zurück in den Kreislauf und trägt gleichzeitig zur sozialen und ökonomischen Eingliederung der ehemaligen Sträflinge bei. Die Stiftung setzt sich zudem für den Umweltschutz ein: Gemeinsam mit einem Partner produziert und vertreibt die gemeinnützige Organisation Probiotika zur Reinigung von Abwässern.




Peepoo

Peepoople
peepoople.com


Im Jahr 2015 hatten weltweit fast 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu den einfachsten sanitären Anlagen. Das Fehlen von sanitären Einrichtungen trägt entscheidend zur Ausbreitung von Krankheiten wie Durchfall oder Cholera bei, an denen jedes Jahr mehr als eine Million Kinder sterben. Peopoo ist eine persönliche Ein-Weg-Toilette, die die menschlichen Exkremente in kurzer Zeit desinfiziert und so die Verschmutzung der Umwelt als auch des umgebenden Ökosystems verhindert. Peepoo ist ergonomisch gestaltet und kann unter minimalen Materialeinsatz kostengünstig produziert werden. Weil Peepoo auch für Menschen mit der geringsten Kaufkraft erschwinglich ist, nützt es als sanitäre Einrichtung sowohl dem einzelnen Menschen als auch der ganzen Gesellschaft.




Better Shelter

Better Shelter
bettershelter.org


Better Shelter wurde gestaltet, um den Millionen Menschen zu helfen, die weltweit vor bewaffneten Konflikten, Verfolgung oder Naturkatastrophen geflüchtet sind. Better Shelter ist eine Notunterkunft mit semi-festen, blickdichten Wänden sowie vier Fenstern und einer abschließbaren Tür. Die hohe Decke erlaubt es den Bewohner*innen, aufrecht zu stehen. Die Unterkunft ist modular gestaltet und kann so an unterschiedliche Bedürfnisse und Einsatzorte angepasst werden. Die Unterkunft kann in den Boden verankert werden und widersteht Regen, Schnee und starkem Wind. Sie kann leicht demontiert, bewegt und wiederaufgebaut werden. Die Einzelteile können individuell ersetzt werden, die Decken und Wände sind rezyklierbar. Nachts spendet eine solarbetriebene Lampe Licht. Better Shelter bietet seinen Bewohner*innen mehr Geborgenheit, Sicherheit und Würde als ein gewöhnliches Zelt.




SOLARKIOSK

SOLARKIOSK AG, founded by GRAFT GmbH and Andreas Spiess
solarkiosk.eu


Der SOLARKIOSK bringt saubere und günstige Energie in Regionen, die bisher auf teure und schmutzige Energie angewiesen waren. Er dient als unabhängige Energiequelle für die ländliche Bevölkerung, die vom Stromnetz abgeschnitten ist. Sonnenkollektoren, Transformatoren und Batterien generieren Sonnenenergie unabhängig vom Stromnetz. Nach nur fünf Sonnenstunden kann der Kiosk drei Tage lang betrieben werden – etwa um Mobiltelefone aufzuladen oder Medikamente zu kühlen. SOLARKIOSK ermöglicht zudem in Kooperation mit der lokalen Bevölkerung ein inklusives Geschäftsmodell, um die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde zu fördern. Die elektronischen Komponenten stammen aus Deutschland, für die restlichen Bauteile kommen lokale Materialien zum Einsatz. Dank der von GRAFT gestalteten modularen Bauweise kann der SOLARKIOSK überall aufgebaut werden.




RagBag

DDB
theragbag.se


RagBag ermöglicht eine unkomplizierte Kleiderspende. Nach innen umgestülpt, wird aus der Einkaufstasche eine bereits vorfrankierte Versandtasche. Die Kleiderspende muss nur noch in die Versandtasche gelegt und auf den Postweg gebracht werden. Verbraucher/-innen unterstützen so Hilfsorganisationen und verlängern den Lebenszyklus ihrer gebrauchten Kleidung. Das Projekt wurde von der nachhaltigen Modemarke Uniforms For The Dedicated initiiert.




PuzzlePhone

Circular Devices Oy
puzzlephone.com


PuzzlePhone ist ein langlebiges Smartphone, das aus drei austauschbaren Modulen besteht: der wesentlichen Elektronik, dem Display und der Batterie. So kann es leicht aufgerüstet, angepasst und repariert werden. Darüber hinaus bietet das PuzzleLab an einer Kooperation interessierten Unternehmen und Marken den vorgefertigten PuzzlePhone Open Standard an. Dieser Standard garantiert, dass Firm- und Hardware des Zubehörs vollständig kompatibel und austauschbar sind. Das PuzzlePhone befindet sich zurzeit noch in seiner Entwicklungsphase. Es wird in Europa gestaltet, entwickelt, hergestellt und zusammengesetzt.


Dressing & Wearing

Sustainability and Other Stories

MAYYA SALIBA design & sustainability
mayyasaliba.com


Kann der Widerspruch von Fast Fashion und Nachhaltigkeit durch eine Kreislaufwirtschaft aufgehoben werden? Sustainability and Other Stories ist Fallstudie und Kollektion zugleich.
Die Kollektion wurde unter Einsatz verschiedener Techniken kreislauffähig gestaltet. Das Projekt möchte die politische Rolle von Design stärken und schnelllebiges Konsumverhalten in einer globalisierten Welt hinterfragen.




PYUA – Ecorrect Outerwear

Sportsman‘s Delight GmbH
pyua.de


Die Funktionsbekleidungsmarke PYUA fertigt Wintersportbekleidung aus bereits rezyklierten oder rezyklierfähigen Materialien. Die verwendeten Materialien werden in dem sogenannten Closed-Loop-Recycling-System wiederverwertet. Ressourcen werden so geschont und der CO2-Austoß reduziert. Die fluorcarbonfreie Ausrüstung setzt Maßstäbe: Das für die Imprägnierung eigens entwickelte Polyester-Laminat Climaloop ist schadstofffrei. Der angebotene Reparaturservice verlängert die Lebensdauer nachhaltig.




Pure Waste Textiles

Pure Waste Textiles LTD.
purewastetextiles.com


Pure Waste Textiles stellt zu 100% rezyklierte Garne, Stoffe und Bekleidung her. Das Rohmaterial für die Textilien stammt aus Abfällen, die in Nähfabriken sowie Web- und Spinnmühlen anfallen. Die Textilien werden nach Farbe und Qualität sortiert und mechanisch wieder zu Fasern verarbeitet. Je nach Bedarf können die Baumwollabfälle mit chemisch rezyklierten Polyester- oder Viskosefasern versponnen werden. Die gestrickten oder gewobenen Garne werden dann veredelt und zum Endprodukt geschnitten. Bei der Rezyklierung kommen keine schädlichen Chemikalien zum Einsatz. Für die Herstellung jedes Pure Waste T-Shirts fallen im Vergleich zu einem T-Shirt aus Neumaterial bis zu 2.700 Liter weniger Wasser an. 90% der für die Herstellung aufgebrachten Energie stammt aus erneuerbaren Energien.




Kleiderei

Kleiderei Hamburg GmbH
kleiderei.com


Die Kleiderei ist ein Leihservice für Kleidung. Für einen festen Betrag erhalten Abonnent*innen monatlich ein Paket mit vier Kleidungsstücken nach Hause geliefert. Die Kleidungsstücke sind auf ihren Geschmack hin abgestimmt – hierfür muss bei der Anmeldung ein Fragebogen ausgefüllt werden. Das Sortiment setzt sich zusammen aus (jungen) Designmarken, ausgewählten Vintage-Teilen sowie gespendeter Kleidung. Das Projekt ermöglicht einen abwechslungsreichen Kleiderschrank und das Ausprobieren von neuen Kleidungsstilen – ganz ohne Fast-Fashion und Überfluss. Im Kölner Kleiderei-Laden kann Kleidung auch „offline“ ausgeliehen werden.




Upmade

Aus Design Llc.
upmade.org


Bei der traditionellen Herstellung von Bekleidung fallen im Schnitt bis zu 18% textile Abfälle an. Upmade möchte den Kreislauf durch Upcycling im industriellen Maßstab und das Vermeiden von Verschnitten schließen. Mithilfe der Upmade Software kann überschüssiges Material zu Kleidung verarbeitet werden. Abfälle werden so wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Upmade reduziert den Wasser- und Energieverbrauch und trägt zur Senkung von Produktionskosten und Co2-Emissionen bei. Das Projekt stellt für Marken jeder Größe eine profitable und skalierbare Lösung für das Problem textiler Abfälle dar. Marken und Hersteller können eine Zertifizierung erhalten.




Reet Aus

Aus Design Llc.
reetaus.com


Die Designerin Reet Aus engagiert sich im Bereich Slow Fashion. Ihre Kollektion besteht ausschließlich aus aufgearbeiteten Produktionsabfällen. Für ihre Kollektionen verwendet sie die Upmade Methode, eine von ihr entwickelte Methode für die industrielle Aufarbeitung von Textilien. Die Methode umfasst eine komplette Lebenszyklusanalyse und erlaubt die Rückführung von überschüssigem Material in den Produktionskreislauf. Die Kollektion ›Reet Aus‹ ist daher sehr materialeffizient. So können beispielsweise bei der Herstellung eines Up-Shirt im Vergleich zu einem konventionell hergestellten T-Shirt durchschnittlich bis zu 91% Wasser und 87% Energie eingespart sowie die CO2-Emissionen um bis zu 80% reduziert werden.



Fotos: © Gdynia Design Days 2017 | Bogna Kociumbas, Michał Szymończyk

Veranstaltungen

13.7.–27.8.2017
IDZ Event

Reconsider Design
im Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau

Ab dem 13. Juli zeigen wir unsere Wanderausstellung »Reconsider Design« im Foyer des Umweltbundesamtes in Dessau. Die Ausstellung präsentiert 30 gelungene Beispiele für ökologisches Design aus dem Ostseeraum – von Aufklärungs- und Forschungsprojekten bis hin zu Materialstudien und Produkten aus den Bereichen Mobilität oder Mode.
Anfahrt und Öffnungszeiten unter: umweltbundesamt.de


30.6.–9.7.2017
IDZ Event

Reconsider Design
Wanderausstellung zu nachhaltigem Design im Ostseeraum

Im Rahmen des Gdynia Design Days Festivals eröffnet unsere Wanderausstellung »Reconsider Design« am 30. Juni um 18 Uhr in Polen. Die Ausstellung präsentiert 30 nachhaltige und herausragend gestaltete Projekte aus Deutschland, Estland, Finnland, Litauen, Polen und Schweden. Die Ausstellung wird begleitet von Veranstaltungen, die nachhaltige Designpraktiken und Konzepte der Kreislaufwirtschaft näher beleuchten.


Donnerstag, 6.7.2017
18.00–18.45 Uhr

Ecodesign Roadshow
Vortrag: Weizenkleie als Zukunft des Einwegs


Referent: Weizenkleie als Zukunft des Einwegs (Biotrem)
Im Rahmen der Gdynia Design Days 2017. Eintritt frei.
Mehr Informationen unter: gdyniadesigndays.eu


Donnerstag, 6.7.2017
17.00–17.45 Uhr

Ecodesign Roadshow
Vortrag: Upcycling als innovativer Trend in Kunst, Design und verantwortungsvollem Business


Referentin: Agata Frankiewicz (DEKO EKO)
Im Rahmen der Gdynia Design Days 2017. Eintritt frei.
Mehr Informationen unter: gdyniadesigndays.eu


Donnerstag, 6.7.2017
16.00–16.45 Uhr

Ecodesign Roadshow
Vortrag: Wie können Verpackungen möglichst rezyklierfreundlich gestaltet werden?


Referentin: Marta Krawczyk (Rekopol)
Im Rahmen der Gdynia Design Days 2017. Eintritt frei.
Mehr Informationen unter: gdyniadesigndays.eu


Donnerstag, 6.7.2017
19.00–20.00 Uhr

Ecodesign Roadshow
Diskussion: »EcoDesign Circle – Ecodesign as a Driver of Innovation in the Baltic Sea Region«


mit: Artur Bednarz (Biotrem), Conrad Dorer (Umweltbundesamt), Agata Frankiewicz (DEKO EKO), Paulina Kisiel (Gdynia Design Centre), Mikołaj Żejmo (maradDesign).

Im Rahmen der Gdynia Design Days 2017. Eintritt frei.
Mehr Informationen unter: gdyniadesigndays.eu



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Patrick Liwitzki
T +49 (0)30 61 62 321-22
F +49 (0)30 61 62 321-19
E patrick.liwitzki@idz.de


Leadpartner




Projektpartner




»EcoDesign Circle« wird unterstützt mit Mitteln des Interreg Baltic Sea Region Programme 2014 - 2020. Mehr Informationen zum Projekt (auf Englisch): ecodesigncircle.eu


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Adresse



IDZ e.V.
Am Park 4
10785 Berlin