adlerschmidt ist ein Büro für Corporate Design und Informationsgestaltung, das 1989 von Florian Adler und Hans-Peter Schmidt gegründet wurde. Neben zahlreichen Markenbildern gestaltet das Büro Ausstellungen, digitale Applikationen sowie Leit- und Orientierungssysteme für öffentliche und private Institutionen. Seit 2014 ist adlerschmidt verantwortlich für das Corporate Design der Bundesregierung. Florian Adler unterrichtet außerdem als Honorarprofessor Kommunikationsdesign an der HTW Berlin. adlerschmidt ist seit rund 25 Jahren Mitglied, und auch sonst eng mit dem IDZ verbunden. So hat das Büro jüngst den Relaunch der Website des Bundespreises Ecodesign umgesetzt.

1. Würden Sie uns die Agentur adlerschmidt kurz vorstellen?
Mit unseren 12 Kolleginnen und Kollegen gestalten wir Identität, Information und Orientierung für Organisationen, Marken und Orte. Wir verfolgen bewusst diesen breiten Ansatz, weil Orientierungsfähigkeit in der analogen und digitalen Unternehmenskommunikation eine genau so große Rolle spielt wie Corporate Design in einem Wegeleitsystem. Dabei arbeiten wir gern methodisch und mit Empathie für die Nutzer.

2. Was war die bisher beste Erfahrung in Ihrem Berufsleben? Worauf sind Sie im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen besonders stolz? 
Hervorgehend aus unserer Zusammenarbeit im DIN-Ausschuss zur Leserlichkeit von Schriften entstand in einem zweijährigen Forschungs- und Entwicklungsprojekt gemeinsam mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband ein Online-Leitfaden zu inklusivem Kommunikationsdesign: www.leserlich.info. Mit der daraus resultierenden Neugestaltung der Website und des Mitgliedermagazins des DBSV wollten wir beweisen, dass barrierefreie Gestaltung auch für »Normalsichtige« attraktiv sein kann. Aus dem intensiven Austausch mit Menschen, die durch ihre Seheinschränkung – und nicht selten auch durch uns Designer – einen behinderten Blick auf unsere visuell bestimmte Kommunikation haben, konnten wir enorm viel lernen. Zu nachhaltigem Design gehört für uns seitdem immer auch die Frage der Inklusion.

3. Was hat Sie bewogen, Mitglied im IDZ zu werden, und bis heute zu bleiben?
Schon als Student war ich beeindruckt von der ernsthaften Auseinandersetzung im IDZ darüber, was Design ist und sein sollte. Die designübergreifende Ausrichtung und das Scharnier zu Wirtschaft und Politik sorgen für Horizonterweiterung. Hinzu kommt die Fokussierung auf nutzerorientierte und nachhaltige Gestaltung. UX Design Awards und der Bundespreis Ecodesign sind dafür herausragende Beispiele innerhalb unserer fragwürdigen Designpreisindustrie. Und nicht zuletzt trifft man im IDZ auch nette Menschen.

4. Was inspiriert Sie zurzeit? 
Friedrich von Borries regt an und auf mit seiner hochaktuellen politischen Designtheorie »Weltentwerfen«, wo er pointiert unterscheidet zwischen entwerfendem und unterwerfendem Design. Dabei bezieht er sich u. a. auf Otl Aichers »die welt als entwurf«, das man auch nach 25 Jahren wieder mit Gewinn lesen kann. Außerdem: »Design als Rhetorik«, herausgegeben von Gesche Joost und Arne Scheuermann, ein brillanter Band über die Wirkung von Design unter dem Aspekt der klassischen Rhetorik sowie, dazu passend, das E-Journal »Sprache für die Form« unter www.designrhetorik.de.

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IDZ Mitglieder

stellen sich vor


Anfang 2020 haben wir begonnen, in unserem monatlichen Newsletter ein IDZ-Mitglied des Monats vorzustellen.

Wir haben inzwischen vier dieser Beiträge auf der Website gesammelt, und hoffen, mit der Zeit einen interessanten Einblick in unsere Mitgliederstruktur zu geben.


50 Jahre IDZ

Design im Fokus


Anlässlich des 50. Jubiläums des IDZ haben Designstudierende der HTW Berlin Interviews mit Wegbegleitern des IDZ und führenden Persönlichkeiten aus Design und Gesellschaft geführt.

Dabei haben sie u.a. Designerinnen und Designer verschiedener Generationen nach der Rolle von Design und ihrer Vision für die Zukunft befragt.